Welthits auf ihre ganz eigene Weise interpretiert
Wolfgang Seybold
Oberstenfeld. Rock und Blues vom Feinsten hat das Publikum im Oberstenfelder Stiftskeller mit dem Gitarristen und Sänger Werner Dannemann und dem Drummer Bodo Schopf erlebt. Mit der geringen Resonanz ist der Veranstalter aber nicht zufrieden gewesen.
 Der Rockgitarrist Werner Dannemann hat dem Publikum im Stiftskeller eingeheizt.
Der Vorverkauf ist schleppend verlaufen. Das Event mit Werner Dannemann und Bodo Schopf ist sogar kurz vor der Absage gestanden. Doch die, die da waren, konnten erdigen Südstaaten-Blues genießen, den die beiden Urgesteine der Szene stilsicher und kompetent mit nie versiegendem Drive und Groove unter das Publikum brachten.
Seit mehr als 40 Jahren gehört Werner Dannemann mit eigenen Projekten und als Rockgitarrist bei dem unvergessenen Wolle Kriwanek und Alex Köberlein zu den herausragenden Rockmusikern im Ländle. Mit den Titeln ?Muddy Waters Blues", ?Open up" und ?Mercury Blues" gewann das Duo das Publikum. Das Gewölbe des Stiftskellers vermochte es kaum, die Schlagzeugvielfalt akustisch aufzunehmen. Bodo Schopf ?bearbeitete" seine Drums mit einer Leidenschaft, die oft zu spontanem Applaus Anlass gab.
 Werner Dannemann & Bodo Schopf
Er gehört zu den erfolgreichsten und versiertesten Schlagzeugern der deutschen Rockmusik. Ob Ike und Tina Turner, Falco, The Sweet, Udo Lindenberg, Eloy, Schwoiß-fuaß oder die Jungs von Pur - sie alle wussten die Qualitäten eines Bodo Schopf bereits zu schätzen. Die Solopartien des begeisternden Drummers waren eine Extraklasse für sich.
Dannemann und Schopf interpretierten Welthits auf ihre ganz eigene Weise. Aber auch beim aus der Feder Werner Danne-manns stammenden Psalm 34 als Bluesthema wurde im Oberstenfelder Stiftskeller mit viel Groove mitgegangen. Die handwerkliche Extraklasse des musikalischen Duos zum einen und die Vielfalt des Programms zum anderen war geprägt durch die unerhört dynamische Spielkraft und Spielfreude der glänzend aufgelegten Musiker.
Marbacher Zeitung, 21.10.2008
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